Wieso Retinol ein Anti-Aging Wunder ist

Wieso Retinol ein Anti-Aging Wunder ist.

Vielen ist mittlerweile bekannt welche Effekte Retinol auf die Haut haben kann. Dieses regelrechte Wundermittel hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung begrüßen dürfen und das nicht ohne Grund. Doch die wenigsten wissen wie genau Retinol wirkt, und dass es ein Hilfsmittel in sehr vielen Situationen sein kann.

Erst einmal zum Allgemeinen. Retinol ist ein Derivat von Vitamin A und ein natürlicher Bestandteil der Haut. Retinol pflegt genau aus diesem Grund die Haut mit seinen natürlich darin vorkommenden Inhaltsstoffen besonders gut. 

Jedoch verliert man schnell einen Überblick über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und Vorsichtsmaßnahmen, denn der Markt bietet so Einiges in diesem Bereich. Darüber will ich euch in diesem Beitrag besser aufklären.

 

Wie wirkt Retinol?

Vitamin A ist erst einmal für den ganzen Organismus von enormer Wichtigkeit. Nicht nur die Haut, auch das Immunsystem, die Augen, der Eisenstoffwechsel und noch Einiges mehr können von diesem Vitamin hinreichend profitieren. In diesem Beitrag soll es aber erst einmal um die Wirkung des Vitamins auf die Haut gehen.

Cremes mit Retinol regen die Zellerneuerung direkt an der Hautoberfläche an und lassen so die Haut wieder jünger, glatter und strahlender aussehen. Retinol unterstützt eine der wesentlichen zellkommunizierenden Eigenschaften, es teilt also den Hautzellen mit, wie sie sich verhalten sollen. Außerdem unterstützt es das natürliche Kollagen und Elastin und verbessert so das Erscheinungsbild von kollagen armer Haut. Kollagen bildet das Gerüst unserer Haut. Es ist essentiell für das äußere Erscheinungsbild.

 

Das Kollagengerüst sorgt dafür, dass unsere Haut glatt und elastisch ist. Nimmt das Gerüst im Alter ab, oder vermindert sich die Produktion, fällt das Kollagengerüst langsam zusammen und Falten werden stärker sichtbar.

Durchschnittlich dauert die komplette Erneuerung der oberen Hautschicht (Epidermis) 4 Wochen. Dieser Erneuerungsprozess verlangsamt sich mit zunehmendem Alter.

Retinol unterstützt den Regenerationsprozess, indem es den Hornzellen hilft sich schneller zu bilden. Daher sorgt seine hautverbessernde Wirkung für sichtbar glattere Haut. Durch die Anregung der Kollagensynthese unterstützt es den Wiederaufbau des Kollagengerüsts und reduziert auch die Faltentiefe.

Retinol als Antioxidans

Unter anderem ist Retinol auch ein sehr potentes Antioxidans. Unter Antioxidantien versteht man Wirkstoffe, die vor den freien Radikalen schützen. Diese sind als instabile Moleküle zu verstehen, welche durchaus auch Schaden im Körper anrichten können. Sie sind beispielsweise dazu in der Lage Zellen zu schaden, was Faltenbildung und Hautalterung beschleunigen kann.

Die Antioxidantien wirken wiederum als „Schirm“. Sie fangen diese freien Radikale ein, bevor sie größeren Schaden anrichten können. Doch nicht nur Retinol bietet diesen Schutz, weitere Beispiele sind Vitamin E, Vitamin C oder auch Q10 und Resveratrol, welche wirksam gegen die Schadstoffe sind.

 

Wie wirkt Retinol bei Akne?

 

Die durch Akne entstandene Pusteln stören das Gleichgewicht der Haut. Diese ist somit anfälliger für oberflächlich eindringende Bakterien.

Retinol unterstützt zell regulierende Funktionen. Mit Hilfe seiner Anwendung kann die Talgdrüsenaktivität normalisiert werden. Seine entzündungshemmende Wirkung verhindert neue Pusteln und das Hautbild verfeinert sich.

 

Retinol als Anti-Aging Produkt

Wie vorhin schon einmal angedeutet bietet sich Retinol wunderbar als Anti-Aging Mittel an. Denn es hat viele Eigenschaften, die die Kollagenproduktion anregen, was wiederum zu einer Falte Verminderung führt. Einige empfehlen es auch, Retinol schon in jüngeren Jahren zu nutzen um Falten so effektiv schon vorzubeugen.

 

Retinol bei Pigmentflecken

Besonders spannend ist die Wirkung bei Pigmentflecken. Durch seinen exfolierenden Effekt auf die Haut kann es diese sanft aufhellen. Ich nehm euch mit auf meine Retinol Reise und werde euch regelmäßig mit Updates versorgen. Dazu findet ihr einen extra Beitrag.

 

In welchen Formen kann Retinol in der Hautpflege verwendet werden

 

Entweder als Tagespflege, als Augencreme, Aufbaukapseln oder auch als Serum. Retinol ist sehr vielfältig und findet sich in zahlreichen Produkten wieder.

Retinol kann in den unterschiedlichsten Formen erworben werden. Es gibt insgesamt 3 unterschiedliche Formen von Retinol. Die sogenannten Vorstufen, auch Retinol-Ester genannt, dann reines Retinol und Tretinoin, welches eine aktive Retinsäure ist. Die Retinol-Ester werden in der Haut in das Retinol umgewandelt und aus dem Retinol kann Tretinoin entstehen.

Die Retinol-Ester sind die mildesten Produkte der Retinole, gleich danach kommt das reine Retinol, welches bei einer niedrigen Konzentration ebenso noch sehr mild sein kann.

Tretinoin wiederum ist sehr potent und wird deshalb auch niemals rein auf die Haut gebracht. Es ist in Akne-Medikamenten enthalten, die allerdings alle verschreibungspflichtig sind, eben aufgrund der höheren Potenz und somit auch möglichen Reizung.

 

Welche Dosierung ist für die Haut am besten?

Vielleicht fragt ihr euch nun welche Retinol-Dosierung wohl am besten für euch geeignet ist. Ich rate euch zu Beginn von sehr hochkonzentrierten reinen Retinol-Produkten eher ab. Denn diese können die Haut bei falscher Anwendung durchaus stark reizen. 

 

Währenddessen wird empfohlen bestimmte Produkte und Inhaltsstoffe zu vermeiden.

Lasse dich dazu ausführlich bei mir beraten. Kontakt

Wenn ein hochkonzentriertes Retinolprodukt verwendet wird, ist es wichtig, dass die Haut allmählich an die Anwendung gewöhnt wird, bevor zu einer häufigeren Anwendung oder höheren Dosierung übergegangen wird.

Habt ihr eine sehr empfindliche Haut, kann es Sinn machen erst die Tagespflege aufzutragen, dann das Retinol und schließlich als Finish wieder die Tagescreme darüber zu geben. Durch die sogennante „Sandwich-Methode“ wird das Retinol etwas einfacher aufgenommen, ohne für große Beschwerden zu sorgen. Ich berate euch dabei gern.

Man sollte aber wissen, dass Nebenwirkungen wie Trockenheit und leichte Irritation oft vorkommen und deshalb die Behandlung auch nicht direkt abgebrochen werden muss. Erst wenn es zu starken Irritationen kommt, sollte man eine Pause einlegen.

Kann Retinol auch schädlich sein?

Retinol wird schon seit einigen Jahrzehnten genutzt und von vielen Menschen geschätzt. Für Schwangere und Stillende ist es allerdings nicht zu empfehlen, was wir weiter unten noch genauer erklären werden.

Ebenso kann eine Überdosierung des Vitamin A Gefahren bergen. Leichte Kopfschmerzen, bis zu chronischen Erkrankungen, wie Hautveränderungen und Skelettveränderungen zum Beispiel können hier die Folge sein. In extremen Fällen kann es sogar zu einer Gelbsucht und Zirrhose kommen.

Wichtig ist aber zu beachten, dass eine Überdosierung durch eine Creme, welche eine passende Konzentration hat, wirklich äußerst unwahrscheinlich ist. Dies liegt vor allem daran, dass die Aufnahmemenge der Kosmetika in den Kreislauf nicht sehr groß ist.

Retinol in der Sonne

Worauf ihr definitiv achten solltet, ist ein tägliches Eincremen mit SPF 30 oder höher, denn Retinol macht die Haut anfälliger für UV-Strahlung. Dies liegt daran, dass Retinol die obersten Hautschichten schneller erneuert, die toten Hautzellen werden also so schneller entfernt. Diese bieten allerdings gleichzeitig einen gewissen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Diese Regel gilt allerdings nicht nur für Retinol-Nutzer, generell ist es aus gesundheitlichen Gründen und auch aus Anti-Aging Motiven wohl immer anzuraten einen angemessenen Hautschutz zu tragen, selbst wenn es kein Hochsommer ist.

Gibt es Alternativen für Retinol?

Gerade Schwangeren und Stillenden Müttern wird es empfohlen Retinol strikt zu vermeiden, da es fruchtschädigend, und zu Fehlbildungen beim Fötus führen kann. kann. Deshalb suchen viele Menschen nach einer Alternative in dieser Zeit.

Natürlich gibt es auch viele andere Wirkstoffe, die eine Anti-Aging-Wirkung aufzeigen können. Als starke Alternative empfehle ich euch beispielsweise Vitamin C. Es wirkt, ähnlich wie Retinol zellschützend, also gegen freie Radikale. Auch Bakuchiol, ein natürlich vorkommender Stoff, entfaltet ähnliche Effekte. Allerdings wird dieses noch nicht so lange genutzt, weshalb auch die Studienlage dazu noch etwas mager ist. Bei weiterer Untersuchung, die die Annahmen unterstützen, ist dieses Mittel aber sicherlich keine schlechte Wahl und sehr spannend.

 

Mein Fazit

Retinol hat das Potenzial sich auf viele Hautprobleme sehr positiv auszuwirken. Viele Menschen kennen und schätzen diesen Wirkstoff seit Jahrzehnten und die Studienlage ist dazu sehr breit aufgestellt. Gerade gegen Faltenbildung, Akne und für die Kollagenproduktion kann es wahre Wunder bewirken. Wer eine empfindliche Haut hat ist eher angeraten eine sanftere Retinol-Formulierung zu nutzen um so optimale Ergebnisse erzielen zu können.

Du möchtest eine ausführliche Beratung um Retinol in deine Hautpflegeroutine zu integrieren? Dann vereinbare jetzt deinen Termin.

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